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Standby-Killer

Ansmann AES3 Zero Watt

Irgendwann hatte ich beim Discounter ein Energiekostenmessgerät gekauft, aber noch nie benutzt. Am langen Osterwochenende fiel mir die inzwischen ziemlich verstaubte Schachtel wieder in die Hände. Da ich ein wenig Zeit hatte, nahm ich mir das Gerät einmal vor und suchte damit nach Einsparpotential.

Bei unserem Multimedia-Gerätepark im Wohnzimmer wähnte ich mich eigentlich auf der sicheren Seite. Immerhin hatte ich eine Master/Slave-Steckdose installiert. Master war der AV-Receiver, und wenn der aus war, schaltete die Steckdose alle anderen Geräte stromlos. Entsprechend irritiert war ich, als auf dem Messgerät jetzt 20W angezeigt wurden. Was verbrauchte da so viel Strom? Ich zog einen Stecker nach dem anderen. Als ich fertig war, zeigte das Messgerät immer noch 18W an.

Richtig böse wurde ich, nachdem ich einmal alle Geräte zusammen im Standby ohne Master/Slave-Steckdose gemessen hatte. Sie verbrauchten 14W – meine “Energiesparmaßnahme” war offenbar gewaltig nach hinten losgegangen!

Hier musste eine bessere Alternative gefunden werden. Zunächst dachte ich an eine komplett von Hand geschaltete Steckdose. Die wäre zwar effizient, aber deutlich weniger komfortabel. Auf meiner Recherche stieß ich dann auf das Ansmann AES3 Zero Watt, eine Art Zwitter zwischen beiden Lösungen. Wie bei einer Master/Slave-Steckdose überwacht das AES3 den Stromverbrauch. Sobald der unter eine eingestellte Schwelle sinkt, schaltet es den Strom ab – und außerdem auch sich selbst. Daher gibt es keinen Standby-Stromverbrauch, allerdings muss man manuell per Schalter wieder einschalten.

Das Gerät ist ein guter Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Komfort. Darum habe ich inzwischen ein zweites im Schlafzimmer installiert. Es gibt auch andere Modelle, die per Infrarot oder Timer funktionieren. Außerdem hat Ansmann auch  Zero Watt-Ladegeräte, die sich selbst abschalten, sobald die Akkus oder das iPhone voll sind.

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