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Ein klassischer Fernsprecher

FeTAp 611-2 in hellrotorangeAls wir neulich wieder mal bei meiner Mutter waren, schlich ich mich mit meiner Taschenlampe in den Keller. Und nach kurzem Stöbern hatte ich es tatsächlich gefunden: ein klassisches Telefon aus den späten 70er Jahren. Ursprünglich hatte der Apparat bei meinen Großeltern gestanden. Irgendwann in den 90er Jahren war er nicht mehr benötigt worden und hatte sich – mit meiner Hilfe – vor der drohenden Entsorgung in den Keller geflüchtet.

Es handelt sich um einen Apparat aus der Serie FeAp 61, noch genauer ist es ein FeTap 611-2 in der Sonderfarbe hellrotorange. Laut Typenschild wurde der Fernsprecher im Mai 1979 montiert, also vor bald 32 Jahren – und diese Zeit hatte deutliche Spuren auf dem Gerät hinterlassen. Es war von einer dicken Patina aus Staub, Schmutz und Schmier bedeckt. Bevor ich mich darum kümmern wollte, sollte aber zunächst ein Funktionstest erfolgen.

Dazu musste erst ein TAE-Stecker an das Anschlusskabel montiert werden. Nachdem der dann in der Telefonanlage steckte, hob ich den Hörer ab. Es tutete. Einige kurze Tests ergaben, dass sowohl abgehende als auch einkommende Gespräche ganz normal funktionierten (erstaunlicherweise beherrscht meine FritzBox das Impulswahlverfahren). Der ungewohnte Wahlvorgang mit der Wählscheibe und die sonore akustische Glocke ließen sofort ein tolles Retro-Feeling aufkommen.

Damit war klar, dass sich eine Restauration lohnte.  Ich ging anhand einer sehr guten Anleitung vor, die ich im Internet gefunden hatte. Nach der Demontage wurden alle Plastikteile mit mildem Spüliwasser gründlich gereinigt, abgespült und sorgfältig getrocknet. Nach dem Zusammenbau glänzt das Vintage-Telefon fast wieder wie bei der Auslieferung vor über dreißig Jahren. In unserer neuen Wohnung soll es einen Ehrenplatz bekommen.  

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