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Uli im Kabelschacht

Vorderseite Vor wenigen Jahren haben wir unser Wohnzimmer renoviert und neue Möbel hineingestellt, unter anderem eine TV-Bank. Darin sah es zuerst recht übersichtlich aus – in den Fächern standen ein AV-Receiver und ein DVD-Player, darüber thronte damals noch ein Röhrenfernseher.

Mit den Jahren erweiterte sich der Gerätepark. Nachdem der Fernseher krepierte, wurde ein flaches Modell gekauft. Später kamen zwei Spielkonsolen und ein HD-Rekorder hinzu. Vor einigen Monaten gab der DVD-Player den Geist auf und wurde durch einen Blu-Ray-Player ersetzt. Und damit ich trotz der Kanalumbelegung weiter WDR gucken kann, kam ganz aktuell ein neuer Fernseher ins Haus.

abgenommene Rückwand UrsprungszustandNatürlich musste jedes Mal in den schlecht zugänglichen Regalfächern umverkabelt werden. Die Verkabelung wurde immer komplexer, denn zu den Kabeln für Ton- und Bildübertragung gesellte sich inzwischen auch eine Netzwerkverkabelung mit entsprechenden Infrastrukturkomponenten. Mit der Zeit war dabei ein prächtiger Drahtverhau entstanden.

Das Problem: Kabel steckt man in der Regel an der Geräterückseite, doch die ist hier nicht frei zugänglich. Man stöpselt blind an halb aus dem Regal gezogenen Geräten herum und vergrößert dabei jedes Mal das Chaos. Ordnung halten? Keine Chance.

Die Geräte Staubdicht Die Lösung: Alles auseinandernehmen und ein großes Fenster in die Rückwand schneiden. Danach können von der Rückseite aus alle Kabel ordentlich neu verlegt werden. Zu lange Kabel werden mit Kabelbindern fixiert. Stränge in die gleiche Richtung werden zu Kabelbäumen zusammengefasst. Für Steckdose und Switch nutze ich eine Aussparung, die ein schlauer schwedischer Möbeldesigner dafür vorgesehen hat. Zum Schluss wird die Rückwand mit Folie wieder verschlossen, damit nicht alles sofort zustaubt.

Das hat einige Stunden gedauert, aber jetzt sieht es dort sehr aufgeräumt aus. Die nächste Umverkabelungsaktion ist zwar schon geplant (Ersatz eines analogen durch ein digitales Audiokabel), aber jetzt ist alles so leicht zugänglich, dass ich die Chance habe, dauerhaft Ordnung zu halten.

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