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Wird TV-Total von Piraten geentert?

Vor einigen Tagen wurde von einem Blogger die Aktion: Offener Brief an Raab gestartet. Hintergrund ist die Fernsehsendung TV-Total Bundestagswahl, die am Vorabend der wirklichen Bundestagswahl zur Prime Time ausgestrahlt wird.

Der Sender Pro7 schreibt dazu:

Mit der Sendung wollen Stefan, Peter Limbourg und ProSieben junge Wähler motivieren, zur Wahl zu gehen. Die Spitzenkandidaten von CDU, CSU, SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE erhalten jeweils exakt denselben Freiraum, um ihre wichtigsten politischen Positionen darzulegen.

In dem offenen Brief soll Stefan Raab nun dazu bewegt werden, auch einen Vertreter der Piratenpartei einzuladen. Ich selbst habe meine Zweifel daran, dass das funktionieren wird. Zum einen glaube ich nicht, dass Stefan Raab die Piratenpartei besonders fördern möchte. Ich vermute eher, dass er sich der FDP nahe fühlt.

Weiterhin sorgt die Beschränkung auf im Bundestag vertretene Fraktionen aber auch dafür, dass auch rechtsextreme Parteien und obskure politische Strömungen draußen bleiben müssen. Das ist prinzipiell zu begrüßen. Mit einer kleinen Regeländerung könnten allerdings Piraten teilnehmen: wenn das Wort „Fraktionen“ durch das Wort „Parteien“ ersetzt würde. Denn auch wenn die Piraten keine eigene Fraktion stellen, sind sie durch einen MdB vertreten.

N24-Cefredakteur Peter Limbourg: „Die Wahl wird in den letzten Tagen entschieden. Da ist die Sendung für die Spitzenkandidaten eine wirklich gute Gelegenheit, sich zu präsentieren und jüngere Wähler zu motivieren.“

Der Mann hat recht: die Chance, sich bei Raab medienwirksam präsentieren zu dürfen, wäre gerade für die Piratenpartei nicht zu unterschätzen. Ich bin zwar pessimistisch, dass sich Stefan Raab noch umstimmen lässt, wünsche der Aktion aber selbstverständlich viel Erfolg!

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