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Heute vor acht Jahren

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 jähren sich heute zum achten Mal. Ich denke heute an die Menschen, die dabei ihr Leben ließen: Im den Türmen des World Trade Centers, im Pentagon und in den entführten Flugzeugen. Auch viele der Rettungskräfte, die zu Hilfe kamen, wurden getötet. Insgesamt starben an diesem Tag über 3.000 Menschen.

In der Folge wurden Kriege in Afghanistan und im Irak geführt; die Gewalt dauert bis heute an. Auch an die dabei getöteten Menschen denke ich. Und frage mich, ob das einen Sinn hatte. Waren diese Menschen notwendige Opfer im Kampf gegen den Terrorismus? Und war dieser „Krieg gegen den Terror“ bisher erfolgreich? Dann gäbe es heute ja weniger Terroristen und die Welt wäre sicherer.

Aber wozu dann die immer schärfere Innenpolitik in Deutschland und anderen Ländern? Es ist nicht möglich, sich fortzubewegen, ohne dass der Staat dies überwacht und speichert. KFZ-Kennzeichen werden gescannt, Flugpassagierlisten werden in die USA übermittelt. Und selbst wenn ich stattdessen nur mit meinem Hund im Wald spazierengehe, ortet der Staat die Position meines Handys speichert sie griffbereit ab. Stattdessen zuhause bleiben? Auch dort werde ich überwacht, denn jedes Telefongespräch und jede E-Mail werden protokolliert. Und wenn Vater Staat noch etwas genauer hinschauen möchte, benutzt er Werkzeuge wie den großen Lauschangriff oder den Bundestrojaner.

Ich glaube nicht, dass man Terror mit Terror bekämpfen kann, weder im Inland noch im Ausland. Genau mit dieser Strategie haben die westlichen Staaten aber auf den 11. September reagiert – und dieser Prozess nimmt auch acht Jahre nach den Anschlägen immer schneller Fahrt auf. Vielleicht haben diejenigen, die die Anschläge geplant haben, genau das im Sinn gehabt.

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