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Paulinchen

Nane wollte schon seit einiger Zeit gerne lernen, Gitarre zu spielen. Anfang hatte sie auf den beiden Gitarren herumgeklampft, die ich schon hatte. Allerdings ist die Akustikgitarre von Yamaha inzwischen schon arg ramponiert, und die Hohner SE 35 ist halt ein sperriger, schwerer Brocken und gefällt Nane nicht besonders. Außerdem hatten wir keinen Gitarrenverstärker – da machte die Halbakustik dann schon gar nicht recht Spaß.

Und so kam es, dass wir einen kleinen Samstagsausflug zu Thomann unternahmen. Natürlich nur, um zu gucken! Und falls es doch nicht dabei bliebe, das war klar, würde es auf jeden Fall eine Strat werden.

Aber wie das Leben so spielt .. hübsche Stratocaster gab es nur in der originalen Version von Fender – zum entsprechenden Preis. Die Nachbauten von Squier waren zum größten Teil „Fat Strats“ – wir wollten aber eine klassische mit drei Single Coils statt mit zwei Single Coils und einem Humbucker. Und die anderen waren relativ hässlich (warum möchte jemand einen Badezimmerspiegel auf seiner Gitarre?)

Nachdem wir einiges andere angetestet hatten, gefiel uns dann ein Les Paul-Nachbau von Epiphone sehr gut. Schon das schlichte, hübsche Äußere der Les Paul Special II (in wine red) gefiel uns beiden gut. Bei Thomann kann man glücklicherweise sehr gut und ausgiebig antesten, so dass wir viele Instrumente miteinander vergleichen konnten – aber bei dieser ist es dann geblieben.

Als Kompromiß zwischen „ich will was hören“ und „ich will hier wohnen bleiben“ wählten wir dann als Verstärker den Roland Micro-CUBE aus. Auf der Bühne würde der winzige Brüllwürfel vielleicht etwas unterdimensioniert wirken, aber zum Üben ist er für uns ideal. So viel Lautstärke traut man dem kleinen Teil gar nicht zu, und durch eingebaute Effekte hat man eigentlich schon eine komplette Grundausstattung.

Vielleicht, weil ja eigentlich jede Paula „Paula“ heißt, hört Nanes Instrument nun auf den Namen „Paulinchen“.

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